Dr. Andreas Mohr
Die Nuraghenkultur blühte zwischen der Mittleren Bronzezeit und dem fünften Jahrhundert v. Chr. und war eine prähistorische Zivilisation auf Sardinien, die für ihre monumentalen, mörtellos errichteten Steintürme – die Nuraghen – weltberühmt ist. Über die gesamte Insel verstreut existieren heute noch mehr als 7.000 dieser Bauwerke, was Sardinien zu einem einzigartigen prähistorischen Freilichtmuseum macht. Die Nuraghen sind konische Festungstürme aus riesigen Steintürmen. Sie wurden in Trockenbauweise und ohne Mörtel errichtet. Die Vertreter der Nuraghenkultur bauten nicht nur beeindruckende Monumente, sondern etablierten auch eine komplexe bäuerliche Kultur, die durch weitreichende Handelskontakte mit der gesamten restlichen Mittelmeerwelt verbunden war. Der Vortrag wird einen Überblick über die Kultur der Nuraghenleute bieten und spannt den Bogen von der Bronzezeit auf Sardinien bis zur Ankunft der Punier auf der Insel im achten Jahrhundert v. Chr.

Bild: Heinz-Josef Lücking, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33119943
