
Professor Dr. Rüdiger Splitter
(Leiter der Antikensammlung, HKH)
Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel (1720–1785) ist für Kassel und besonders für die Verbindung Kassel–Italien–Rom ausgesprochen interessant. Seine Italienreise 1776/77 war nicht nur eine Bildungsreise, sondern hatte ganz konkrete Folgen für die Kunstsammlungen und die kulturelle Entwicklung Kassels.
Friedrich II. brach am 30. November 1776 zu seiner Italienreise auf. Er war damals 56 Jahre alt und seit 1760 Landgraf von Hessen-Kassel. Seine Reise führte ihn über verschiedene Stationen nach Rom und anschließend nach Neapel. Friedrich interessierte sich sehr für die Kunst der Antike und wollte seine bereits bedeutenden Kasseler Sammlungen erweitern.
Friedrich kaufte in Rom eine ganze Reihe antiker Kunstwerke. Einige davon befinden sich noch heute in den Kasseler Sammlungen.
Kassel sollte eine moderne, europäische Residenzstadt werden – mit einer Sammlung, die Kunst, Naturwissenschaften, Bibliothek und Altertumskunde miteinander verband.
Friedrich II. wollte Rom nicht einfach nur gesehen haben. Er wollte ein Stück Rom, ein Stück Italien nach Kassel holen.
Und hier liegt die Verbindung zu unserer Deutsch-Italienischen Gesellschaft Kassel: Friedrichs Italienreise ist tatsächlich ein frühes Kapitel einer jahrhundertelangen kulturellen Beziehung zwischen Kassel und Italien.
Der Vortrag ist eine Kooperationsveranstaltung der Kurhessischen Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft in Verbindung mit Hessen Kassel Heritage und der Deutsch-Italienischen Gesellschaft im Hörsaal des Landesmuseums.
Freier Eintritt, Spende erwünscht!
Bild: Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel (1720–1785), gemalt von Johann Heinrich Tischbein d. Ä. (1722–1789), : Gemäldegalerie Alte Meister Kassel (Hessen Kassel Heritage)

